Mit Hafen.City.Horizonte. hat die HafenCity Hamburg GmbH einen neuen Ort eröffnet, um die Gebiete und Themen ihrer Stadtentwicklung lebendig zu vermitteln.
Das Forum für Stadt & Zukunft befindet sich im Quartier Baakenhafen mitten im letzten großen Bauabschnitt der HafenCity sowie in der Nähe des Grasbrooks und des Billebogens. Es macht den Fortschritt insbesondere dieser drei Gebiete erfahrbar und widmet sich den zentralen Themen Nachhaltigkeit und Innovation.
Multimediale Ausstellungselemente und Pläne sowie regelmäßige Touren und weitere Veranstaltungen gehören zum Angebot, das sich an ein fachlich interessiertes Publikum wie BauherrInnen und InvestorInnen ebenso wie an SchülerInnen, Studierende, TouristInnen, NachbarInnen und die breite Öffentlichkeit richtet.
Herzstück der neuen Ausstellung im 'Hafen.City.Horizonte.' ist ein großformatiges 3D-Holzmodell im Maßstab 1:750, das durch eine digitale Bespielung erweitert wird.
So lassen sich unterschiedliche Themen zeigen und sogar visuell überlagern – von Flächenentwicklungen und Nutzungsarten über Mobilität und Freiraumkonzepte bis hin zu Energieversorgung und Hochwasserschutz.




Wer den dreigeschossigen Raum des Infocenters betritt, blickt unwillkürlich nach oben und staunt über die imposante Raumhöhe. Für dieses große Raumvolumen haben wir die Rauminstallation 'Flow', eine Wolke aus Draht-Stoff-Elementen, entworfen.
Bei allen Bewegungen im Raum verändert sich die Perspektive auf die Installation, die Elemente scheinen zu fließen und zu schweben. Die natürlichen Formen, die an Wellen, Gischt oder Wolken erinnern, erweitern den Raum und verweisen auf den engen Bezug Hamburgs zu Wind und Wasser.



So wie das Modell durch Projektionen neue Wissensebenen offenbart, kann 'Flow' dem Infocenter durch die Beleuchtung unterschiedliche Stimmungen geben. Durch die Veränderung von Lichtfarbe und -intensität erhält die Installation eine zeitliche Dimension und lässt den Raum je nach Stimmung und Nutzung immer wieder neu erscheinen.
Die HafenCity Hamburg GmbH betreibt Stadtentwicklung auf eine sehr nachhaltige, resiliente und innovative Art. Für den neuen Stadtteil HafenCity wurden ökologische Anforderungen frühzeitig, verbindlich und über Jahrzehnte hinweg mitgedacht und umgesetzt. Die ökologischen Ziele wurden nicht nur frühzeitig im Städtebau verankert, sondern werden auch bis ins einzelne Gebäude umgesetzt, da Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg maßgeblich den Energieverbrauch, die Emissionen sowie die soziale und kulturelle Qualität des Stadtteils beeinflussen.
Wir finden diese Nachhaltigkeitsziele sehr wichtig und suchen in unseren Projekten immer nach neuen Möglichkeiten, das Bauen so ressourcenschonend und ökologisch wie möglich zu machen. Vor allem für zementbasierte Baustoffe versuchen wir mit eigenen technischen Lösungen Alternativen zu finden. So hatten wir für die Botschaft der Wildtiere statt des üblichen Zementestrichs einen Totholz-Dielenboden auf einer Holzkonstruktion eingebaut. Diese sehr gut bewährte Konstruktion haben wir auch hier angewendet. Durch das CO₂-positive Totholz und die Verwendung von Holzfaserplatten als Schalldämmung konnten wir in diesem Projekt 16,5 Tonnen CO₂ sparen.
Auch die Wandkonstruktion des Nebenraumeinbaus und die Galerie (mit Ausnahme der Abhängungen) sind aus Holz, die Dämmung der Wände aus Hanf. Als äußere Hülle des Nebenraumeinbaus wurde ein Material verwendet, das eng mit der industriellen Geschichte der HafenCity verbunden ist: Die Stahlblechelemente stammen von einem alten 40-Fuß-Container, der in Hafen.City.Horizonte. ein zweites Leben erhält.

